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Liedermacher 2003
Sein Köpferl im Sand
Kurier Artikel

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Liedermacher 2003
 


 


 


 


 

 

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Sein Köpferl im Sand

Das ist ein beinhartes Protestlied.
Allerdings richtet sich die Kritik nicht gegen eine bestimmte Gruppe, sondern gegen
Jederman der sich betroffen fühlt - auch gegen mich selbst.

Er hod a klanes Häusl in der greanen Au.
Er hod a guten Posten und a dicke süße Frau.
Er tut si bei der Arbeit net de Händ verstauchen.
Er kaun an jeden Sundog a Virginia rauchen.
Do sogt da mir gehts guat, auf de aundan hau i in huat.

Do sogt da
Hinter meiner, vorder meiner, links, rechts güts nix
Ober meiner, unter meiner siach i nix.
Spür nix, hear nix und i riach nix.
Denk i nix und red i nix und tu i nix.
Waun da Wind wahd in de Gossn
waun da Wind wahd am Land
waun da wind wahd, do steckt da
sein Köpferl in Sand.

Do zeig i earm a Stodt aus lauter Fetzen und Scherbn.
An Plotz wo de Krankn im Rinnsäu sterbm.
Gras in der Schüssl, im Gsicht de Fliegn.
De Kinder haum an Wosserbauch und Kretzn am Hirn.
Sie stinken wie der Mist, damits das net vergißt.

Do sogt da ...

I was an Plotz do traut sie kana wos sogn.
Und rührn sie sich a bisserl, sans dawischt beim brotn.
Do holns de Kiwara um vieri in da fruah.
Eini ins Hefen, de Tür fest zua.
Sie brechn erna de Händ und tretns in de Zähnt.

Do sogt da ...

Es pfeifn de Kranaten, es donnert und kracht.
Sie hockn in der Grubn des gaunze Nocht.
Sie schiaßn auf olles wos sie rührt.
Sie schiaßn das de Krachn glüht.
Da Mutter ihre Buam, fallen um als wia de Ruam.

Do sogt da ...

 

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Kurier Artikel
Mi, 8. März 1972
 

       

 

In vier Monaten mehr als 35.000 Stück Langspielplatten in Österreich verkauft

Goldene für Arik Brauer
Erfolg mit Sozialkritik

Von Herber O. Glattauer

Arik Brauer, umweltgestaltender Maler des Phantastischen Realismus, Bühnenbildner, Komponist, Textdichter und Sänger, erhält für das als KURIER-Platte erschienene Album von Dialektliedern eine Goldene Schallplatte verliehen. Bisher allein in Österreich verkaufte Stückzahl: 36.000 in vier Monaten.

Im Vergleich dazu verkaufen Österreichs Spitzenhumoristen, die drei Spitzbuben, von ihren LPs im gleichen Zeitraum nicht einmal die Hälfte, in einem ganzen Jahr etwa 20.000Stück. Und die Beatles kamen mit ihren besten Platten nur etwas über 10.000.

Kreisky mag sie

Der große Erfolg Brauers lockte sogar Bundeskanzler Dr. Kreisky, mit Kommentaren zu nichtpolitischen Ereignissen eher zurückhaltend, aus der Reserve: „Primär kann ich sagen, dass ich diese Songs sehr gern habe und einige davon besonders eindrucksvoll finde – vor allem wegen ihrer sozialkritischen Einstellung. Brauer gehört für mich zu jenen die eine Tradition wieder beleben, die bei uns in den zwanziger Jahren mit Namen wie etwa Hasenclever, Mehring, Armin Berg und Arno Holz eng verbunden war.“

Und: „Was mich außerdem beeindruckt, ist, dass man mit dieser Platte von der sentimentalen Verherrlichung des kritiklosen Folkssongs wegkommt.“

Und so versuchten objektive Fachleute das Phänomen des Brauer-Erfolges zu deuten:

Ernst Grissemann, Unterhaltungschef im Hörfunk: „Der Dialekt ist sicher ein Faktor, aber nicht der wichtigste. Viel mehr ist es das glückliche Zusammenwirken aller Faktoren, erstens die leicht fasslichen, keineswegs hochgestochenen Melodien, zweitens die kritische Aussage, dem „Volke vom Maul genommen“, und schließlich die Persönlichkeit Brauers, die dem Image nach nicht einem hochnäsigen Interpreten, sondern eher einem Volkssänger nahe kommt.

Auch gute Texte

Der junge Ö3-Wecker Rudi Klausnitzer: „Ich finde die Texte zwar nicht so tiefgehend, wie man allgemein behauptet, aber es werden doch mit einfachen Worten Probleme angeschnitten – zum Teil provozierend, und Salonprovokation ist immer gut -, die zumindest überlegenswert sind. Immerhin ist die Platte ein Gegenbeweis zur Industrie, die immer behauptet hat, nur schlechte Texte seine ein Geschäft.“

Und ORF-General Gerd Bacher: „Das Arik Brauer jede Goldene Schallplatte verdient, steht für mich außer Frage. Was mich wirklich wundert, ist der gute Geschmack, der hier offensichtlich, nicht nur auf eine Minipublikum beschränkt blieb.“

Ein Manifest

Ganz auf seiner Linie liegend, wobei er vor allem das Lied „Sie hab’n a Haus ‚baut“ meint, findet Friedensreich Hundertwasser die Platte: „Die Brauer-Lieder sprechen mir aus der Seele. Es ist das erste Mal, dass Lieder gegen trostlose Architektur geschrieben und gesunden werden, die ins Herz gehen. Ein gesungenes Manifest.“

Sogar ein Udo Jürgens gibt zu: „Ich glaube, dass Arik Brauer dem Showbusiness viele Impulse gegeben hat, die einfach abfärben müssen.“

Und Fritz Muliar meint trocken: „So, genauso, stelle ich mir das Wienerlied 1972 vor.“

Erich Turan, Prokurist der „Polydor“, die die Brauer-LP produziert hat: „Das Faszinierende ist, dass die Wiener Dialektwelle die sonst nicht weiter als bis etwa St. Pölten geht, hier auch in den Bundesländern erfolgreich ist. Genau analysieren lässt sich der Erfolg nicht, Text und Musik passen einfach zusammen.“

 



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